Montag, 24. Dezember 2007

Punica granatum

Der Granatapfel ist ein beliebtes Thema für unzählige Dichter und Autoren; Goethe und Schiller bestaunten ihn zum Beispiel; Oscar Wilde nannte eine Sammlung von Erzählungen "Das Granatapfelhaus", und Edith Wharton schrieb einen Kriminalroman, der auf die verhängnisvollen Granatapfelkerne der Proserpina anspielt, der römischen Variante zu Persephone. Und natürlich saß die Lerche, die Shakespeares Julia nur zu gern für eine Nachtigall gehalten hätte, im Geäst eines Granatapfelbaums.
In Zypern, so heißt es in einer Legende, soll die Liebesgöttin Aphrodite mit eigener Hand Granatapfelkerne in den Boden gelegt haben. So war das Fruchtbarkeitssymbol auch zu einem Symbol der Erotik geworden. Und ständig gewann die köstliche Frucht neue Liebhaber. Bis nach China gelangte die begehrte Venusfrucht. Fünftausend Jahre Mythos und Kunst - welches Obst könnte also gehaltvoller sein als der Liebesapfel ?


Und ich hatte das seltene Glück, eine Frucht mit unversehrtem Strunk ergattern zu können, um Euch mit diesem "Sternenbild" der symbolträchtigen Frucht ZUM FEST zu grüßen. In diesem Sinne: ALLES LIEBE!

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