Zum Kopieren (Privatbedarf) für meine lieben Fans ;-), die nach dem Rezept fragten!
Tigers Löwenzahn - Aufstrich:
70 Gramm gezupfte Blütenblätter (nur von „ungedüngtem“, ungespritzem Terrain, und nur das Gelbe bitte, sonst könnte es bitter werden. Des weiteren auch nur trockene, ist klar!? Bei Sonnenschein sammeln!)
Ich breche den Kelch jeweils seitlich auf und hole dann die Blütenblätter raus, das geht erfahrungsgemäß am Besten.
Ich habe bei meiner ersten Sammelaktion das Prozedere direkt in der Natur gemacht und jeweils -wie beim (tigerlichen) Pilzesammeln auch- einzeln und sofort gebrauchsfertig in ausgekochten (Leinen-) Beutel gesammelt, denn ich hatte Zeit und genoß dabei das Wetter.
Eine andere Möglichkeit ist, die Köpfchen abzuschneiden und sie zuhause erst „auszupuhlen“, was aber zu mehr „Babbischkeit“ führen kann, weil ja inzwischen die bittere Milch am Kelchhals austreten kann. Damit das nicht passiert, habe ich beim zweiten Sammeln einen Korb mit großem Boden genommen, Küchenpapier rein, und darauf geachtet, daß die „Babbischkeit“ nach unten zeigt, größtenteils jedenfalls, gelingt nicht immer perfekt, ist dann aber auch nicht sooo tragisch, wenn es maaal passiert, daß die Milch was Gelbes berührt.
Ich wollte auf jeden Fall auch das mal ausprobiert haben. Es geht also Beides!
In beiden Fällen: Sehr gut ist es, wenn möglichst viel vom Blütenstaub dabeibleibt, denn das gibt Geschmack, klar!
Ich koche die Blütenblätter dann ca. 3 Minuten in etwas Wasser (ich nehme gefiltertes) , gebe das Ganze in ein Literblech und fülle bis zur 1-Liter-Markierung mit Wasser auf! Dann lasse ich es noch ein wenig abkühlen, gebe es in den Mixer, püriere es ganz fein (= jedenfalls meine Version! Denn ich mag die Blättchen nicht drin-rumschwimmen haben, weil sie nach dem Kochen ja braun sind und eher wie Würmchen dann aussehen ;-( , finde es gemixt einfach ästhetischer, wenn Ihr versteht?)
Danach wird es zusammen mit
500 Gramm „Extra-Gelierzucker 2:1“ (ich nehme den von Dr.Ö.) nach Anweisung gekocht. Ich setze dann noch
1 P. Zitronensäure zu und rühre
*Vanillemark ein (das ist besonders fein!), kann aber auch ohne sein, habe ich auch schon getestet. Nur, wenn man sich schon die wertvolle Äktschen mit dem Zoppeln macht, kann man es auch noch krönen, indem man "Butter bei die Fische gibt" ;-) , finde ich ja!
Noch schnell 'ne Anmerkung zur *Vanille: Ich stecke die ausgekratzte Schote in ein Glas mit Zucker, dann habe ich immer Vanillezucker zuhause, und den finde ich besser und intensiver als der aus den Tütchen. Aber das werdet Ihr bestimmt auch so machen. Wenn der Job der Schote im Zucker beendet ist, wird sie noch z.B. in Milch ausgekocht. Manchmal „schreddere“ ich die olle Schote auch noch im Mixer in etwas Sahne oder Milch usw. für eine Weiterverarbeitung zum Nachtisch oder oder oder ... (aber vorher kleinschnippeln, sonst zu faserisch!) Das Aroma ist einfach herrlich und so'ne Schote ist somit sehr ergiebig.
Auch wenn das Blütenzoppeln eine ziiiiemlich fisselige, zeitaufwändige Arbeit ist und man natürlich gelbe Finger bekommt (geht aber mit Schrubb-Aktion wieder weg!), so lohnt es sich auf jeden Fall des einzigartigerischen Geschmacks wegen! Ist auch mal ein
wertvolles Geschenk an besondere Menschen,
die so etwas zu schätzen wissen.
So, das war nun mein -glaube ich- längster Text (im Blog ever). Wollte Euch doch aber "nur gut" ! ;-)))
Ich hoffe, ich konnte Alles verständlich rüberbringen!?
Und nun viel Spaß beim Sammeln, Auspuhlen und Köcheln!
… wünscht
der Tiger
=^.^=